Packages gegen Ports

Ja, es gibt ein Thema, da scheiden sich selbst die eingefleischtesten Geister in FreeBSD. Soll man die Packages oder die Ports verwenden? Zuerst sollte man sich frage, was sind eigentlich Packages und was sind Ports??

Fangen wir mit den Packages an. Dies sind einfach fertige Binäre Software Pakete. Es gibt ja mittlerweile an die 25000 Programme für FreeBSD die von der FreeBSD Community gepflegt werden.

Um nach einem Paket wie vlc Player zu suchen braucht man auf der Konsole nur…

pkg search vlc

… eingeben und das Suchergebnis wird ausgegeben. Wenn man nun schnell ein System aufbauen möchte kann man, wie bei Linux-Distributionen die fertige Software herunterladen. Abhängigkeiten werden selbstverständlich mit geladen und eingerichtet. Mit …

pkg install vlc

… installiert man das Paket ganz schnell auf der Maschine.
Ein Punkt, der mir persönlich hier nicht gefällt, ist die Vordefinition der Software. Ein Software Paket, wie z.B. der VLC-Player ist mit bestimmten Codecs kompiliert. Falls die gewünschte nicht dabei ist, muss man die Software aus den Port kompilieren.

Das bringt mich zu den Ports. Hier hat man die Möglichkeit auch die selbe Menge aus  verschiedenen Programme auf der Maschine einzurichten. Hier muss man aber erst die Konfiguration für das Kompilieren durchgehen. Als ersten Schritt muss man den Software Katalog auf die Maschine laden. Das passiert mit…

portsnap fetch extract

Nun wird der Port-Baum unter /usr/ports installiert. Ist dies erfolgreich angeschlossen, kann man mit…

whereis <softwarename>

… nach dem Pfad in Ports-Baum suchen. Man wechselt dann in dieses Verzeichnis und kann mit…

make config

… bei einigen Ports die Konfiguration öffnen und sind den Umfang zusammen klicken. Falls man sichergehen möchte, dass auch die Konfigurationen der abhängigen Softwarepakete bereits fertig konfiguriert sind gibt man …

make config-recursive

… ein und nun werden noch alle Konfigurationsfenster, die noch nicht definiert wurden nacheinander geöffnet. Das wieder holt man so oft, bis kein Fenster sich mehr öffnet.

Nun kann man mit…

make install clean

… die Software für sein System kompilieren. Diese wird auf das System eingerichtet. Je nach Prozessor dauert dies lang oder kurz.

Um den Unterschied im Alltag zwischen Packages und Ports kennen zu lernen habe ich eine zweite Maschine aufgebaut, auf der nur mit Packages arbeiten möchte. Auf meiner Heimmaschine habe ich die Software kompiliert. Jetzt bin ich schon gespannt, wie ich mit den unterschiedlichen Arten der Softwareverteilung zurecht komme.

Einen ersten Punkt, der für die Packages spricht, ist die schnelle Einrichtung. Hat man das Basis-System auf der Maschine installiert, läßt sich KDE recht schnell einrichten und man kann schnell loslegen.

Mal sehen wie es sich im „raue Alltag“ bewährt. Meine Heimmaschine läuft eigentlich sehr stabil und zuverlässig. Das ist schon ein sehr hohes Niveau für die Packages. Mal sehen, wie es ausgeht…

Ich werde weiter berichten.

Robert Friemer

Robert Friemer, mittlerweile 49, arbeitet mit Windows seit Version 3.11, mit Linux seit Version 2.0 und mit FreeBSD seit Version 3.8. Er hat schon so einige Irrungen und Wirrungen in der IT mit erlebt und ist seit einigen Jahren (fast) Windows-los. Dank Pinguin und vor allem dank Beastie.

More Posts - Website