Neues Server-Projekt

Es ist wieder einmal soweit! Der Server hier ist schon etwas in die Jahre gekommen und muss ausgetauscht werden.

Es ist ja kein riesen Teil mit GigaBytes an Arbeitsspeicher und auch kein Terra-Byte Monster, aber es hat in den letzten Jahren seinen Job gemacht und nun wird es Zeit für etwas neues. Die Anforderungen an meine kleine Agentur haben sich etwas verändert und nun soll auch die IT angepasst werden.

So will ich nun das Projekt Server-Migration starten, bei dem der alten Desktop-Rechner mit einer ssd für das OS, 2x 3TB-Festplatten und ssd-Platten für L2ARC erneuert wird.

Was soll getan werden. Ich werde das Projekt in mehrere Schritte aufteilen.

  1. Aktuelle Situation ( Das wird in diesem Artikel noch beschrieben)
  2. Planung der neuen Maschine
  3. Aufbau und Konfiguration
  4. Inbetriebnahme

Gehen wir also gleich zum ersten Schritt:

Aktuelle Situation

Der aktuelle Server ist ein Eigenbau mit FreeBSD und ZFS als Filesystem. Dieser hat folgende Aufgaben in den letzten Jahren übernommen.

  • Fileserver/NAS: Der Server hat alle Daten über SMB und NFS gespeichert. Die Daten wurden in eigenen Datasets für eine bessere Verwaltung abgelegt.
  • Jail-Host: In der Zeit bekam der Server immer mehr Aufgaben zugewiesen, da ich aus ökologischen und Platzgründen hier nicht immer eine neue Maschinen aufbauen wollte. Im Moment da es sehr viel Sinn macht, Dienste in einzelnen Jails zu starten, laufen im Moment 5 Jails auf dem Server seit einigen Jahren fehlerfrei.
    • AV-Repository Server: Dieser Server holt die aktuellen Anti-Virus-Definitionen von ClamAV mehrmals pro Tag ab und bietet diese im lokalen Netz zum Download an. Insgesamt holen sich 5-7 Hosts diese Definitionen jeden Tag regelmäßig ab.
    • MySQL-Datenbank Server: ein zentraler Datenbank Server für Web- und Mails Services
    • Mail-Server: In unserer Agentur läuft ein Dovecot2 IMAP Server um die Mails in der Agentur zum hosten. Dieser holt die Mails regelmäßig aus den Postfächer ab und bietet diese mehreren Client (Desktop, Tablet und Mobilephones) an. Dieses Setup bietet uns die Möglichkeit eine Wartung ohne Verlust der Mails zu garantieren.
    • Medien Server: Dieses jail ist der SMB-Server für Windows Clients im Netz. Da wir einen kleinen Anteil an Windows Maschinen haben, müssen wir die Freigaben per SMB anbieten. Da aber Windows mittlerweile auch NFS kann wird hier ein Umstieg auf NFS überlegt.
    • Webserver: Interne Tools und die Entwicklung von Webseiten passiert im Moment auf dem Webserver. Dieser hat eine Verbindung zum Datenbank Server und dient zur Entwicklung.
  • Bevor der neue Router kam, hatte der Server auch noch als Router und Firewall gedient, dass hat aber nun ein eigener Router übernommen.

Als Hardware kamen damals (vor ca. 4 Jahren) ein 64bit 2 Core Intel CPU auf einem INTEL  DQ965GF Motherboard mit 4GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Als Netzwerk-Karte wurde eine Intel(R) PRO/1000 Netzwerk Karte verbaut.

Als Storage werde folgende Platte verwendet

  • 2x Seagate 3 TB Platten (SATA)
  • 2x SanDisk 128GB SSD für OS und L2ARC

Wie bei jedem Projekt gibt es nun hier einen bis vielleicht 2 Haken:

  1. Im Moment müssen die Platten wiederverwendet werden. Das Budget lässt neue Festplatten nicht zu.
  2. Es soll nicht einfach eine NAS aufgebaut werden, sondern auch die Jails müssen auf dem neuen Server laufen.

Scheint als ob hier noch etwas Planung nötig ist. In meiner Planung habe ich viele Anleitungen gelesen, bei der immer ein RAIDZx verwendet wurde. Besonders mit 6 TB und dann noch als Heimserver! Ich komme hier immer auf 18 TB Speicherkapazität und muss mich fragen was bei den Leute alles gespeichert wird? Ich habe die Maschine hier mit 3 TB als Mirror eingerichtet und bin knapp unter 50% Auslastung. Dabei laufen die Jails auch noch hier.

Um die optimale Konfiguration zu finden muss ich mir noch etwas überlegen.

Besonders die Migration mit den selben Platten sorgt bei mir nicht für Wohlsein. Aber so ist es in der IT halt. Irgendwo ist immer ein Hacken.

Mehr gibt es dann im nächsten Artikel.

Grüße Bobby

Robert Friemer

Robert Friemer, mittlerweile 49, arbeitet mit Windows seit Version 3.11, mit Linux seit Version 2.0 und mit FreeBSD seit Version 3.8. Er hat schon so einige Irrungen und Wirrungen in der IT mit erlebt und ist seit einigen Jahren (fast) Windows-los. Dank Pinguin und vor allem dank Beastie.

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